Häufige Fragen zu TRUSTGARN-Kleidung bei empfindlicher Haut
Wirkung & Hautkomfort
TRUSTGARN ersetzt keine ärztliche Behandlung. Die Textilien setzen an den mechanischen Reizen des Alltags an: Die Faseroberfläche ist glatt und reibungsarm, Etiketten sind aufgedruckt statt eingenäht, und aufgetragene Cremes werden nicht in den Stoff gesaugt. Geprüft wurde das am Hohenstein Institut, angewendet wurde es in einer klinischen Anwendungsbeobachtung an der Vital-Klinik Alzenau.
Normale Kleidung kann empfindliche Haut zusätzlich belasten: durch raue Fasern, durch Reibung an Nähten und Etiketten und durch Wärmestau. Textilien, die glatt anliegen, Feuchtigkeit nach außen transportieren und ohne kratzende Kanten auskommen, nehmen genau diese Belastung aus dem Alltag heraus.
TRUSTGARN wurde speziell für sensible und beanspruchte Haut entwickelt. Das Material ist biokompatibel geprüft und frei von Schadstoffen. Wie gut ein Produkt individuell vertragen wird, hängt dennoch von Hautzustand und persönlicher Empfindlichkeit ab.
Ja. Bei Psoriasis kann mechanische Reibung das Köbner-Phänomen auslösen, bei dem neue Läsionen an gereizten Stellen entstehen. Genau deshalb ist bei Psoriasis eine reibungsarme Materialoberfläche relevant. Die Textilien sind als Medizinprodukt der Klasse I für Menschen mit Dermatosen registriert, dazu zählt Psoriasis.
TRUSTGARN ist geeignet für:
- Erwachsene mit Neurodermitis, Psoriasis oder empfindlicher Haut
- Kinder und Babys mit atopischer Dermatitis
- Diabetiker mit besonders empfindlicher Haut
- Allergiker, die Textilien ohne chemische Zusatzstoffe benötigen
Material & Sicherheit
Ja. Die Prüfungen wurden von den Hohenstein Instituten durchgeführt. Geprüft wurden die mechanische Hautirritation nach DIN EN ISO 10993-23, die Hautsensibilisierung und die biologische Verträglichkeit. Die Prüfberichte und Siegel stehen auf der Seite Siegel & Zertifikate.
Nein. Die Eigenschaften stecken in den verwendeten Fasern selbst und sind nicht als Beschichtung aufgetragen. Deshalb bleiben sie auch nach wiederholtem Waschen erhalten. Silber oder andere aufgebrachte Wirkstoffe kommen nicht zum Einsatz.
Ja. Die Materialien wurden auf Biokompatibilität und Hautverträglichkeit geprüft. In den Prüfreihen der Hohenstein Institute wurden weder zelltoxische Effekte noch hautsensibilisierende Reaktionen festgestellt.
TRUSTGARN ist nach EU-Verordnung 2017/745 (MDR) als Medizinprodukt der Klasse I deklariert und in der europäischen Datenbank EUDAMED registriert. Bei Klasse I erklärt der Hersteller die Konformität selbst und hinterlegt dazu eine Konformitätserklärung und eine technische Dokumentation. Beides stellen wir dir auf Anfrage zur Verfügung.
Anwendung im Alltag
Ja. Die Produkte sind für den ganztägigen Einsatz entwickelt, bei der Arbeit, in der Freizeit und im Schlaf. Nachts liegt Kleidung besonders lange auf eingecremter Haut, deshalb sind Reibung und Wärmeabfuhr in dieser Zeit besonders relevant.
Ja. Der Stoff saugt aufgetragene Cremes und Salben nicht in die Faser auf, sie bleiben dort, wo du sie aufgetragen hast. In der klinischen Anwendungsbeobachtung an der Vital-Klinik Alzenau wurde genau dieses Verhalten unter Klinikbedingungen dokumentiert.
Genau dafür ist sie gedacht. TRUSTGARN verbindet medizinisch geprüfte Materialien mit alltagstauglichem Tragekomfort. Die Produkte sind nicht als Krankheitskleidung erkennbar und lassen sich unter normaler Kleidung tragen.
Kosten, Bestellung & Pflege
Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist in bestimmten Fällen möglich. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest, das die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Ein Anspruch besteht nicht automatisch, die Entscheidung trifft die Kasse im Einzelfall. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Kostenübernahme.
In der Regel benötigst du:
- Ein ärztliches Attest mit Diagnose und Begründung der Notwendigkeit
- Den Nachweis der Medizinprodukt-Registrierung
- Ggf. Kostenvoranschlag oder Rechnung
Der Versand erfolgt mit DHL, die Lieferung dauert 3 bis 7 Werktage. Innerhalb Deutschlands kostet der Versand 3,90 Euro und ab 80 Euro Bestellwert nichts. Nach Österreich und in die Schweiz sind es 5,90 Euro. Sobald dein Paket unterwegs ist, bekommst du eine Sendungsverfolgung per E-Mail.
Bei 30 °C im Wolle- oder Feinwaschgang, ohne Weichspüler und mit einem milden Flüssigwaschmittel. Ein Wäschesack schont die Maschenstruktur. Nicht in den Trockner, damit die Fasereigenschaften erhalten bleiben.
Aufgrund der starken Dehnungseigenschaften empfiehlt TRUSTGARN eine Größe kleiner zu wählen:
- Konfektionsgröße S → Größe XS/S
- Konfektionsgröße M → Größe S/M
- Konfektionsgröße L → Größe M/L
Ja. Es gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt der Ware. Die genauen Bedingungen stehen in der Widerrufsbelehrung. Die Kosten der Rücksendung trägst du selbst.
Neurodermitis verstehen
Grundlagen & Ursachen
Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine chronisch entzündliche und nicht ansteckende Hauterkrankung mit Juckreiz, trockener Haut und wiederkehrenden Ekzemen. In Deutschland sind etwa 3 bis 5 Prozent der Erwachsenen und bis zu 15 Prozent der Kinder betroffen. Sie verläuft in Schüben und ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.
Ausführlich im Ratgeber: Ursachen, Symptome, Behandlung
Am häufigsten sind raue Textilien und Wärmestau, trockene Heizungsluft und Kälte, Stress und Schlafmangel sowie Allergene wie Hausstaubmilben und Pollen. Dazu kommen Duftstoffe in Pflegeprodukten und Weichspüler in der Wäsche. Welche Trigger im Einzelfall wirken, ist sehr unterschiedlich, ein Tagebuch hilft beim Erkennen.
Ausführlich im Ratgeber: Pollen und Neurodermitis
Juckreiz führt zu Kratzen, Kratzen verletzt die Hautbarriere, die verletzte Haut entzündet sich stärker und juckt noch mehr. Besonders nachts ist das ein Problem, weil das Kratzen unbewusst im Schlaf passiert. Kleidung, die wenig reibt, nimmt einen der mechanischen Faktoren aus diesem Kreislauf heraus.
Ausführlich im Ratgeber: Nachtwäsche bei Neurodermitis
Die Hautbarriere ist genetisch bedingt gestört, oft durch eine Veränderung des Proteins Filaggrin. Dadurch verliert die Haut übermäßig Feuchtigkeit und wird gleichzeitig durchlässiger für Reizstoffe und Allergene. Regelmäßige Basispflege mit rückfettenden Cremes ist deshalb unverzichtbar.
Ausführlich im Ratgeber: Hautpflege bei Neurodermitis
Nachts sinkt der Kortisolspiegel, ein körpereigenes entzündungshemmendes Hormon. Gleichzeitig steigt die Körpertemperatur unter der Bettdecke. Wärmestau durch ungeeignete Schlafkleidung ist dabei ein häufig unterschätzter Faktor.
Ausführlich im Ratgeber: Nachtwäsche bei Neurodermitis
Verlauf & Behandlung
Neurodermitis zeigt nässende, verkrustete Ekzeme mit starkem Juckreiz, bevorzugt in Beugen wie Ellenbogen und Kniekehlen. Schuppenflechte bildet trockene, silbrig schuppende Plaques vor allem an Ellenbogen, Knien und Kopfhaut. Dort kann mechanische Reibung über das Köbner-Phänomen neue Stellen auslösen.
Ausführlich im Ratgeber: Schuppenflechte verstehen
Bei Erwachsenen sind Ellenbeugen, Kniekehlen, Hals, Handgelenke und Gesicht häufig betroffen. Bei Säuglingen beginnt es oft an Wangen und Kopfhaut, bei Kleinkindern an den Streckseiten der Gliedmaßen. An den Händen ist die Belastung im Alltag besonders hoch, weil sie ständig im Einsatz sind.
Ausführlich im Ratgeber: Hände bei Neurodermitis
Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Viele Kinder erleben eine deutliche Besserung im Erwachsenenalter, bei Erwachsenen bleibt die Erkrankung häufig bestehen, lässt sich aber gut kontrollieren. Moderne systemische Therapien haben die Möglichkeiten bei schweren Verläufen erweitert, welche davon infrage kommt, entscheidet die behandelnde Praxis.
Ausführlich im Ratgeber: Leben mit einer Dermatose
Stress aktiviert das Immunsystem und fördert entzündliche Prozesse in der Haut. Gleichzeitig verstärkt der Juckreiz den Stress, dadurch entsteht ein Kreislauf. Stressmanagement, ausreichend Schlaf und eine stabile Pflegeroutine gehören deshalb zum Gesamtmanagement.
Ausführlich im Ratgeber: Stress im Alltag vermeiden
Im Schub zeigt die Haut Rötung, Nässen, Krusten und starken Juckreiz. In der schubfreien Phase ist sie äußerlich unauffällig, aber weiterhin empfindlich und trocken. Basispflege und hautfreundliche Kleidung solltest du deshalb in beiden Phasen beibehalten.
Ausführlich im Ratgeber: Gesunde Haut trotz Dermatose
Kleidung & Stoffe bei Hauterkrankungen
Stoffwahl & Vergleich
Grobe Wolle reizt mechanisch, wie fein eine Wollqualität gesponnen ist, macht dabei den Unterschied. Grobe Synthetik staut Wärme und Feuchtigkeit, manche Textilfarbstoffe gelten als Kontaktallergene, und knitterfreie Ausrüstungen enthalten häufig Formaldehyd. Dazu kommen enge Nähte und eingenähte Etiketten als Druckpunkte auf der Haut.
Ausführlich im Ratgeber: Wolle und ihre Alternativen
Baumwolle ist hautfreundlicher als Wolle oder grobe Synthetik, hat aber Schwächen: Sie saugt Feuchtigkeit auf, bleibt nass am Körper und nimmt aufgetragene Cremes vollständig in die Faser auf. Medizintextilien sind darauf ausgelegt, genau das zu vermeiden.
Ausführlich im Ratgeber: Stoffe im Vergleich
Sportkleidung ist auf Feuchtigkeitsableitung und Elastizität optimiert, nicht auf Verträglichkeit bei erkrankter Haut. Medizintextilien durchlaufen Prüfungen auf Biokompatibilität, Hautirritation und Sensibilisierung und sind als Medizinprodukt registriert. Für gewöhnliche Sportkleidung gibt es diese Prüfungen nicht.
Ausführlich im Ratgeber: Was ein Medizintextil ausmacht
Konventionelle Nähte und Etiketten erzeugen Druckpunkte und reiben bei jeder Bewegung an derselben Stelle. Bei Neurodermitis reagiert die Haut darauf empfindlicher als gesunde Haut. Kleidung für empfindliche Haut sollte deshalb flach vernäht sein und ohne eingenähte Etiketten auskommen.
Ausführlich im Ratgeber: Nähte, Passform, Labels
Funktion & Eigenschaften
Thermoregulation bedeutet, dass ein Textil dazu beiträgt, die Hauttemperatur stabil zu halten. Wärmestau ist ein bekannter Juckreizauslöser. Atmungsaktive Stoffe mit gezielter Luftzirkulation, wie die dreidimensionale Wabenstruktur von TRUSTGARN, führen Wärme und Feuchtigkeit nach außen ab.
Ausführlich im Ratgeber: Thermokleidung im Winter
Der Antihaft-Effekt beschreibt die Eigenschaft eines Textils, Pflegeprodukte nicht aufzusaugen. Normale Stoffe, besonders Baumwolle, nehmen Cremes und Salben in die Faser auf. Textilien mit Antihaft-Eigenschaften halten die Pflege dort, wo du sie aufgetragen hast.
Mehr zur Technologie dahinter
Bei der Wet-Wrap-Therapie wird die Haut eingecremt, eine feuchte Unterkleidung angelegt und darüber trockene Kleidung gezogen. Sie kommt bei schweren Schüben zum Einsatz. Ob und mit welchen Textilien sie angewendet wird, entscheidet die behandelnde dermatologische Praxis.
Shirts, Handschuhe, Bodys und Sleeves bestehen aus einer Fluorfaser-Polyamid-Mischung. Die Fluorfaser sorgt für die glatte, wasser- und ölabweisende Oberfläche. Socken und Kniestrümpfe enthalten dagegen 45 bis 46 Prozent Merino NATIVE, dazu Polyamid und Fluorfaser. Die genaue Zusammensetzung steht auf jeder Produktseite.
Mehr zur Faser und ihrer Herkunft
Alltag mit Neurodermitis
Lebenssituationen
Wärmestau und Schweiß sind im Sommer die größten Herausforderungen. Helle, atmungsaktive Kleidung, leichte Feuchtigkeitscremes statt schwerer Salben und Sonnenschutz mit mineralischen Filtern nehmen einen Teil davon weg. Nach dem Schwimmen in chloriertem Wasser gründlich abspülen und pflegen.
Ausführlich im Ratgeber: Neurodermitis im Sommer
Trockene Heizungsluft und der Wechsel zwischen Kälte draußen und Wärme drinnen belasten die Hautbarriere zusätzlich. Reichhaltigere Pflege, ein Luftbefeuchter und mehrere dünne Schichten statt einer dicken helfen gegen den Wärmestau unter der Jacke.
Ausführlich im Ratgeber: Thermokleidung im Winter
Am meisten bringen eine kühle Raumtemperatur, konsequente Pflege vor dem Schlafengehen und reibungsarme Schlafkleidung direkt auf der Haut. Häufig gewechselte Baumwollbettwäsche und kurz gehaltene Nägel reduzieren zusätzlich die Kratzschäden in der Nacht.
Ausführlich im Ratgeber: Bettwäsche bei Neurodermitis
Kinder brauchen Kleidung, die den ganzen Tag getragen werden kann, ohne zu reizen: weiche, nahtarme Materialien ohne kratzige Etiketten und leichte Stoffe ohne Wärmestau. TRUSTGARN hat eigene Kollektionen für Kinder und Babys.
Ausführlich im Ratgeber: Kleidung für Babys und Kinder
Trockene Heizungsluft und Stress sind im Büro die häufigsten Auslöser. Ein Luftbefeuchter am Arbeitsplatz, regelmäßige Handpflege und eine atmungsaktive Basisschicht unter der Businesskleidung helfen im Alltag.
Ausführlich im Ratgeber: Hände und Handekzem
Pflege & Therapie im Alltag
Haut reinigen, Creme oder Salbe auftragen, kurz einziehen lassen, dann die Kleidung anziehen. Weil das Gewebe die Creme nicht in die Faser aufnimmt, bleibt sie auf der Haut statt im Stoff.
Ausführlich im Ratgeber: Hautpflege bei Neurodermitis
Kein Weichspüler, ein parfümfreies Waschmittel und ein zusätzlicher Spülgang gegen Waschmittelreste. Niedrige Temperaturen um 30 °C schonen Fasern und Haut. Neue Kleidung wäschst du am besten vor dem ersten Tragen.
Ausführlich im Ratgeber: Pflegetipps für die Hautbarriere
Sport ist bei Neurodermitis empfehlenswert, unter anderem weil er Stress abbaut. Die Herausforderungen sind Schweiß und enge Sportkleidung, die reibt. Nach dem Sport lauwarm duschen und sofort eincremen.
Ausführlich im Ratgeber: Sport und Neurodermitis
Neurodermitis ist nicht ansteckend. Ein kurzes Informationsgespräch oder ein ärztliches Attest schafft Verständnis. In Kita und Schule hilft es, die Betreuenden über Triggerfaktoren zu informieren und Cremes für unterwegs bereitzustellen.
Nein. Hautfreundliche Kleidung ist eine Ergänzung im Gesamtmanagement, kein Ersatz für ärztliche Behandlung. Dazu gehören Basispflege, im Schub verordnete Externa und bei schweren Verläufen systemische Therapien. Kleidung kann helfen, mechanische Trigger zu minimieren.
Ausführlich im Ratgeber: Was ein Medizintextil leistet